Champagner Online kaufen

Champagner, dem Kaiser des Schaumweines

Der Champagner ist die Königsklasse unter den Schaumweinen. In der Flasche gereift, entwickelt der Champagner seinen eigenen Geschmack. In der Regel werden nur 3 Sorten von Weinreben dazu verwendet, aus denen das bekömmliche Getränk hergestellt wird. Darunter fallen ausschließlich die Reben der Chardonnay, die nur weiße Trauben trägt. Die rote Weinrebe der Pinot Noir, aus der auch der Spätburgunder gekeltert wird und natürlich die Pinot Meunier, die auch zum Schwarzriesling herangezogen wird. Nachdem der Wein in die Flaschen gefüllt wurde, wird diese mit einem Korken verschlossen und durch mehrmaliges Rütteln zu einem edlen Getränk verarbeitet. Die Reifezeit von mindestens 15 Monaten ist hierbei vorgeschrieben, damit der angehende Champagner sein volles Aroma erreicht. Erst jetzt wird durch die Gärung sein feines und volles Aroma erkennbar. Bevor der Champagner nun endgültig in den Verkauf gelangt, wird diesem durch kurzes Einfrieren die Hefe entzogen. Mit einer Zuckerlösung versetzt, bekommt der Champagner seinen letzten Schliff. Der beigefügte Zuckergehalt bestimmt den Charakter des Champagners, welcher sich zwischen trocken und süß bewegt.

Der Champagner und seine Geschichte

Schon die alten Römer nahmen sich das Recht heraus, in der Champagne ein königliches Getränk herzustellen. Mit dem Zerfall des römischen Reiches erlitt auch die Champagne seinen Niedergang. Nur das Kloster von Reims und das naheliegende Châlons-en-Champage blieben dem Weinbau treu. Beide Gotteshäuser befinden sich in cNähe von Paris. Der Weinanbau blieb allerdings ohne wesentliche Popularität. Heinrich IV, der am Anfang des 12. Jahrhunderts regierte, gab dem Wein der Champage den Namen "Vin de Champagne". Im Lateinischen heißt Champania allerdings "offenes Feld", was so viel wie unfruchtbarer Boden bedeutet. Folglich wurden die Erzeugnisse aus dieser Region missbilligt und weitgehend abgelehnt. Erst in späterer Folge gelang es dem König von Frankreich mit den Erzeugnissen aus dieser Region zu überzeugen.

Durch einen Zufall im Jahre 1670 wurden die ersten Flaschen mit Champagner gefüllt.

Dieses wurde allerdings auch nur in Betracht gezogen, weil der Transport von Weinfässern des Öfteren misslang. Die Engländer waren zu dieser Zeit Hauptimporteure dieses edlen Tropfens. Beim Transport wurden die Flaschen und die Unebenheiten der Straßen immer wieder gerüttelt, sodass der Champagner seine perlende Frische erhielt. Den Engländern schmeckte dieses so gut, sodass sie das Getränk in einer höheren Stückzahl bestellten. Dom Pérignon, der zwischen 1638 und 1715 lebte, gelang es, das Verfahren des Kelterns zu veredeln. Er war bereits Kellermeister in Hautvilles, welche als Benediktinerabtei geführt wurde. Er entwickelte eine neue Verschlusstechnik. Dabei sicherte er die Korken mit Kordeln, damit diese beim Transport nicht aus dem Flaschenhals gedrückt wurden. Luis Pasteur gilt als Urvater des Champagners. Dieser betrieb den Gärprozess als Grundlagenforschung. In späterer Folge gewann er das Verständnis, warum sich der Wein in Champagner umformte. Seine Erkenntnisse gab Pasteur den Winzern der Champagne weiter, sodass diese das Verfahren übernahmen und später sogar noch weiterentwickelten.

Im 19. Jahrhundert gelang es Nicole-Barbe Cliquot in Zusammenarbeit mit den deutschen Kellermeistern Antoine Müller und mit Alfred Werlé ein neues Verfahren zu entwickeln. Denn bis zu dieser Zeit war der Champagner in den Flaschen trüb. Durch das Entfernen der Hefe aus der Flasche und ein nochmaliges Rüttelverfahren sowie Degorgieren, wurde der Champagner zu einem reinen Getränk. Im Jahr 1927 erhielt die Champagne den Markenschutz, sodass nur dort hergestellter Champagner diesen Namen tragen darf.

Der Anbau und die Lese von Champagner

Um die Herstellung von Champagner zu erzielen, müssen strenge Qualitätsauflagen erfüllt werden. Schließlich dürfen nur die Rebsorten der roten Pinot Noir, die Müllerrebe oder auch als Schwarzriesling bekannte Pinot Meunier und die Weinstock der weißen Chardonnay herangezogen werden. Diese Weinreben sind gegen die gefürchtete Reblaus überaus standhaft. Vereinzelte Weinreben, welche durch die Reblauskrise Mitte des 19. Jahrhunderts stark dezimiert wurden, sind unter anderem die Weinreben Petit Meslier, die Pinot blanc und die Arbane. Auch diese Weinsorten sind für die Herstellung von Champagner prädestiniert.

Die Auflagen für die Herstellung von Champagner sind wesentlich höher angesetzt, als für den herkömmlichen Schaumwein.

Dabei wird bereits im Vorfeld angeordnet, dass die Weinlese ausschließlich per Hand betrieben werden muss. Natürlich ist die Pflanzdichte bei den angegebenen Weinreben deutlich dichter, sodass die Weinlese doch etwas schneller durchgeführt werden kann. Bei der Pressung wird darauf geachtet, dass die roten Weinsorten Pinot Noir und die Pinot Meunier schnell in den Pressvorgang geraten. Schließlich muss der rote Farbstoff in den Beeren bleiben und darf nicht in den Rebensaft gelangen. Eine Ausnahme ist dann gegeben, wenn ein Champagner Rosé hergestellt wird. Nun wird der Grundwein im Fass einer alkoholischen Gärung unterzogen und anschließend zur Flaschengärung herangezogen. Damit der Gärprozess in der Flasche überhaupt funktioniert, müssen die Winzer dem Most Hefe, sowie Rüben- oder Rohrzucker zusetzen. Die Methode der Flaschengärung wird bei der Herstellung von Champagner auch als „Méthode champenoise“ bezeichnet. Nach der Gärung stirbt die Hefe ab und überträgt dem angehenden Champagner sein volles Aroma. Dieser Zersetzungsprozess wird in der Fachsprache als Autolyse bezeichnet. Des Weiteren wird bei der sogenannten Autolyse Kohlensäure erzeugt, die das spätere Prickeln im Champagner verursacht und auch als Perlage bezeichnet wird.

Der Vorgang der Flaschenreifung muss mindestens über einen 15-monatigen Zeitraum erfolgen.

Etwa 3 Wochen, bevor der Champagner in den Versand gebracht wird, muss die abgestorbene Hefe aus den Flaschen entfernt werden. Zum Korken hin leicht geneigt, wird die Flasche auf einer Rüttelplatte geschüttelt. Diese Prozedur bezeichnet der Winzer als Pupitres de Remuage. Eine tägliche Neigung der Flasche wird dabei herbeigeführt, sodass diese zum Schluss beinahe senkrecht auf dem Korken steht. Auf diese Weise sammelt sich die abgestorbene Hefe im Flaschenhals. Im nächsten Schritt wird das Degorgieren oder auch Abschlämmen durchgeführt. Der Flaschenhals wird dabei eingefroren. Durch den Überdruck in der Flasche wird die abgestorbene Hefe aus Behältnis als Pfropfen geschossen. Mit der Entnahme der Hefe entsteht ein Verlust in der Flasche, die nun wieder aufgefüllt werden muss. Die sogenannte Dosage ist ein Geheimnis der Winzer, mit der die Flaschen aufgefüllt werden. Aber hinsichtlich des Geschmacks wird in der Regel eine Zuckerlösung eingesetzt.
Selbstverständlich muss auch hier wieder die Menge unbedingt stimmen. Die Süße des Champagners wird in 7 unterschiedliche Kategorien unterteilt. Diese reichen von Ultra Brut, mit einem Zuckergehalt von 0-3 Gramm pro Liter bis hin zu Doux, der einen Zuckergehalt von mehr als 50 Gramm pro Liter aufweist. Diese Mengenangaben werden auch als Dosage ausgewiesen. Nun können die Kronkorken in die Flasche gedrückt und mit einem Drahtgeflecht gesichert werden.

Die richtige Lagerung von Champagner

Damit der Konsument weiß, wie lange der Champagner haltbar ist, vermerken einige Winzer den Zeitpunkt der Degorgierung. Um die Lagerung des Champagners zu verbessern, ist Sorge zu tragen, dass dieser keiner Lichtquelle ausgesetzt ist. Besonders die Bestrahlung durch Leuchtstofflampen setzt dem Getränk maßgeblich zu. Gerade bei Champagner ist das immens spürbar. Der sogenannte Lichtgeschmack äußert sich darin, dass die Flüssigkeit in der Flasche eine Schwefelverbindung freisetzt. Diese Verbindung wird vermutlich durch das darin enthaltene Riboflavin verursacht und der Zerfall des Champagners beginnt. Somit sollte der Champagner immer in einem kühlen und finsteren Raum liegend gelagert werden. Natürlich muss der Champagner keiner weiteren Lagerung unterzogen werden. Der frische Geschmack ist kurz nach der Degorgierung am intensivsten. Liebhaber, welche diese Frische schätzen, werden den Champagner auch bereits nach kürzester Zeit öffnen.

Den geschmacklichen Höhepunkt erreichen einfache Champagner in etwa zwei Jahren.

Jahrgangs-Champagner hingegen können ihre geschmackliche Note in einem Zeitraum von bis zu zehn Jahren verbessern. Natürlich ist bei der richtigen Lagerung nicht auszuschließen, dass der Champagner noch länger haltbar ist. Der Champagner verliert allerdings bei einer längeren Lagerung einen Teil seiner Kohlensäure. Demzufolge wird dieser edle Tropfen beim Servieren nicht mehr so lange prickeln, als ein Champagner, der kurz nach der Degorgierung geöffnet wird. Allerdings legt das Getränk an Aromen spürbar zu, sodass Feinschmecker diesen Unterschied oftmals sehr schätzen.

Das richtige Glas bringt den gewünschten Effekt für den Genuss

Der Champagner hat bereits nach der Degorgierung seine volle Reife erreicht. Damit dieser sein intensivstes Aroma erzielen kann, muss der Champagner auf eine Temperatur zwischen 7- und 9 Grad abgekühlt werden. Am einfachsten ist es, denn Champagner etwa 30 Minuten lang in einen Kübel mit kaltem Wasser zu stellen. Durch Beigabe von Eiswürfeln kann der Kühlvorgang nochmals beschleunigt werden. Ist kein Behältnis zur Hand, so kann der Champagner auch im Kühlschrank für mehrere Stunden verharren, bis dieser die erwünschte Temperatur erreicht hat. Auf keinen Fall sollte die Flasche im Gefrierfach verstaut werden. Durch den schnellen Kühlvorgang kann sich das Aroma nicht perfekt entfalten und das Geschmacksgleichgewicht wird dadurch gestört. Wird der Champagner im Kühlschrank abgekühlt und anschließend dennoch nicht geöffnet, so sollte dieser unbedingt wieder aus diesem entfernt werden. Selbst wenn die Flasche nicht geöffnet wurde, kann der Champagner dennoch Aromen von anderen gelagerten Lebensmitteln absorbieren.

Damit der Champagner richtig genossen werden kann, sollte auf ein Glas, das die Form eines Kelches aufweist, zurückgegriffen werden. Die schlanke Form des Glases lässt die Aromen noch deutlicher aufsteigen. Des Weiteren kann die Perlenbildung der aufsteigenden Kohlensäure verfolgt werden. Im richtigen Glas serviert, kommt ebenfalls die Farbe wunderbar zur Geltung. All diese Faktoren sind immens wichtig, wenn der Champagner sein volles Aroma beim Genuss erzeugen soll.

Einige Tipps können helfen, den Kaiser des Schaumweines richtig zu servieren.

Wenn schon ein Champagner getrunken wird, so sollte auch die Etikette eingehalten werden. Champagner wird generell beim Tisch geöffnet. Dabei wäre es wünschenswert, dass die Flasche dabei vorher nicht geschüttelt wird, denn sonst kann es passieren, dass der Champagner ungewollt die Flasche verlässt. In der Regel sollte der Champagner mit einer leichten Neigung gehalten werden. Nun kann die Drahtsicherung vorsichtig entfernt werden. Wer sich nicht sicher ist, dass die Flasche bereits im Vorfeld geschüttelt wurde, sollte den Daumen auf den Korken halten, sodass dieser nicht ungewollt herausgedrückt wird. Beim Öffnen von Champagner wird nicht der Korken gedreht, sondern die leicht zur Seite geneigte Flasche. Ist der Korken entfernt, sollte die Flasche am Boden gegriffen werden.

Beim Einfüllen in das Glas sollte mit Gefühl gearbeitet werden.

Der Daumen liegt hierbei in der Mitte des Flaschenbodens auf.  Champagner hat die Eigenschaft, dass dieser beim Einschenken zu schäumen beginnt. Demnach sollte der Champagner anfangs nur den Boden des Glases bedecken. Nach dem ersten Aufschäumen kann der Sektkelch zu zwei Drittel gefüllt werden. Beim Anstoßen sollte das Glas am unteren Rand des Bodens gegriffen werden. Der helle Ton beim Anstoßen ist zwar ein gewünschter Nebeneffekt, doch dieser sollte hierbei nicht im Vordergrund stehen. Wird das Glas oben am Kelch gegriffen, so erwärmt sich der Champagner dadurch zu schnell. Auf diese Weise wird die Entfaltung des Aromas deutlich gestört und der volle Genuss kommt dadurch nicht zur Geltung.

Und nun viel Spaß und genießen Sie den edelsten aller Schaumweine den Champagner!

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